Field Target - was ist das?

Field Target Shooting:

Field-Target ist eine Schießdisziplin in freier Natur.

Die Ziele sind meist lebensgroße Silhouetten von Tieren, die auch (im Ausland) mit Luftgewehren gejagt werden dürfen: Kaninchen, Elstern, Krähen und andere Kleintiere. Einige Bastler haben aber auch neutrale Ziele entwickelt, etwa "Spinner", die sich beim Treffer drehen, Pendel oder Kombinations-Ziele.

Die Distanzen zum Ziel, die 9 bis 50 Metern (10 bis 55 Yards) betragen können, sind - und das macht den besonderen Reiz beim FTS aus - den Schützen vorher nicht bekannt. Somit ist die möglichst genaue Entfernungsschätzung und die Einbeziehung der Winddrift des Diabolos die erste und größte Herausforderung.

Die Regeln sind denkbar einfach: Ziel erkennen, Entfernung schätzen, Zielfernrohr-Einstellung entsprechend korrigieren, um die gekrümmte Flugbahn des Diabolos zu korrigieren und dann auf die Tiersilhouette schießen.

Diese besitzt ein Loch an der Stelle, die der "Blattschussregion" entspricht: die sog. "Hit Zone". Hinter dieser befindet sich ein zweites, löffelförmiges Stahlteil, das meist leuchtend orange, gelb oder rot gefärbt ist. Diese Fläche ist das eigentliche Ziel. Der Durchmesser der Hit Zone beträgt bei Wettkämpfen 40, 25 oder auch nur 15 Millimeter. Ein direkter Treffer wirft das an einem Scharnier befestigte hintere Teil zurück und gibt damit die ebenfalls mit einem Scharnier an der Basis befestigte Silhouette frei, die dann durch Federdruck oder -zug nach hinten umkippt. Ein Fehlschuss oder Randtreffer bewirkt außer einer Frustration des Schützen überhaupt nichts. Anders als auf der Jagd werden die erlegten Zieltiere leicht über eine Leine wieder aufgerichtet.

Wenn es das Schießgelände erlaubt, legt man den Schießparcours (Course) derart an, dass man Vögel an Baumästen befestigt, Kaninchen zwischen Büschen versteckt oder Eichhörnchen unter Bäumen aufstellt. Die einzige Regel ist hierbei, dass die Hit Zone für den Schützen aus wenigstens einer der zugelassenen Schießpositionen voll sichtbar sein muss.

Jeder Treffer, der ein Zieltier "umlegt", zählt einen Punkt, Fehlschüsse nichts.

Die Ziele sind in sog. "Lanes" (Straßen) aufgestellt, wobei auf jede Lane 1 bis 4 Tiere entfallen. Ein typischer Field Target-Wettbewerb hat 7 bis 12 Lanes (manchmal auch bis zu 20) mit je 1 bis 4 Zielen. Der Beginn der Lanes wird durch einen linken und rechten Pfosten markiert; beide bestimmen die Schießlinie; die "Firing Line". Diese hat eine Breite von ca. 1 m.

Die bevorzugte Schießstellung ist "sitzend", also mit möglichst nahe an die Brust gezogenen Beinen, wobei die Knie als stabile Unterstützung dienen. Ein flaches Sitzkissen ohne Lehne ist erlaubt. Die Schützen gehen meist als Zweimann-Team durch den Parcours: eine Person schießt, die zweite notiert die Treffer in einer "Score Card". Alle beide (manchmal auch drei Mann) schießen eine Lane und gehen danach zur nächsten.

Um eine möglichst flache Flugbahn des Diabolos (meist im Kaliber 4,5 mm) auch auf weite Distanzen zu erreichen, sind Luftgewehre mit einer deutlich höheren Mündungsenergie als etwa für 10-Meter-Wettkämpfe erforderlich (bis 7,5 Joule). International wie auch beim BDS wird meist die in England üblichen 16,3 Joule als Obergrenze angesetzt (12 ft/lbs), weil Diabolos aus noch stärkeren Luftgewehren die Stahlziele beschädigen könnten.

In Deutschland waren Weitschuss-Luftgewehre über 7,5 Joule bisher in der Regel nur Jagdschein-Inhabern vorbehalten gewesen; seit der Aufnahme von Field Target ins Wettkampfprogramm des BDS besteht aber für FT-Schützen auch ein Bedürfnis zum Erwerb von Weitschuss-Luftgewehren über eine gelbe "Sportschützen-WBK".

In England und in den USA werden von den besten Sportlern fast ausschließlich Pressluft-Gewehre ohne Prellschlag eingesetzt, die auch in unbequemen Schießpositionen eine rasche und unkomplizierte Bedienung erlauben. Diese Modelle kosten zwischen 1200,- (Walther) und 1500,- Euro. Customwaffen aus England teilweise wesentlich mehr. Dennoch lassen sich auch starke Federdruck-Luftgewehre beim Field Target benutzen; im BDS-Regelwerk sind daher vier getrennte Klassen vorgesehen, um die bauartbedingten Leistungsunterschiede auszugleichen. Ein typisches Weihrauch- oder Diana-Modell mit Knicklauf ist somit sowohl in der starken als auch in der WBK-freien Ausführung also durchaus wettkampftauglich!

Fast alle Field-Target-Schützen benutzen Zielfernrohre mit variabler Vergrößerung, weil sie damit gleichzeitig die Distanz zum Ziel ermitteln. Ein 6 -18faches Zoom ist eine gute Wahl für den Einstieg, doch (besonders in den USA) werden variable Vergrößerungen bis zu 50x verwendet (der Schuetze zoom auf 40 o. 50fach; misst die Distanz u. zoom dann wieder auf z. B. 20fach runter um zu schiessen). Um ein Zielfernrohr als Entfernungsmesser zu nutzen, muss es über eine Einstellungsmöglichkeit zum Parallaxenausgleich verfügen. Der Schütze visiert das Ziel an und dreht den Parallaxenausgleichsring solange vor und zurück, bis das Ziel scharf eingestellt ist. Dann kann er die Distanz an der Kalibrierung des Einstellrings ablesen. Danach muss er dann den Anhaltepunkt mit der vertikalen Einstellschraube am ZF verändern.

Zusätzlich muss man auch noch die Windrichtung u. wenn er es schafft die Stärke, an einem gut sichtbar angebrachten farbigen Bindfaden "ablesen" und entsprechende Seitenkorrekturen vornehmen. "Hochgezüchtete" spezielle Zielfernrohre mit einem dritten Turm inkl. einem grossen Seitenrad für die Parallaxeverstellung kosten bis zu 1600,- Euro. Akzeptable und preiswertere Zielfernrohre mit der Parallaxeverstellung am Objektiv von Simmons oder Tasco kosten um 250,- Euro.

Konservative Spezialisten verwenden die "Kentucky Windage", d. h. sie halten das Absehen unter oder über die "Hit Zone"-Mitte. Dies erfordert ebenfalls eine gute Vorbereitung. Der Schuetze muss bestens wissen (Ballistik!), bei welchen Distanzen er wohin zielen muss.

Fragen zum Field Target beantwortet gerne jeder Zeit Peter Loch.

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